Wenn aus einer Berufung ein Lebenswerk wird.
Die Geschichte von ARUNDA


Anfang der 70er Jahre erwarben Josef Reiterer und seine Frau Marianne ein altes Haus im Zentrum von Mölten. Sie spielten mit der Idee, im heimatlichen Bergdorf einen Flaschengärsekt zu erzeugen.

Das Abenteuer ARUNDA beginnt
Durch die Freundschaft mit dem damaligen Kellermeister der Kellerei Terlan, Sebastian Stocker, entwickelten sie gemeinsam die Strategie für die Produktion von Sektgrundweinen nach den damals neuesten Kenntnissen. Aus dieser Idee heraus begann Josef Reiterer mit 300 Flaschen und klassischer Flaschengärung, Sekt für besondere Anlässe zu kreieren. Der Grundstein für den heutigen Familienbetrieb. Unermüdlich forschte er nach Möglichkeiten zur qualitativen Entwicklung seiner perlenreichen Gaumenfreuden. Das Hauptaugenmerk stets auf den ungetrübten Sektgenuss gerichtet.
Benannt ist ARUNDA nach einem Berg im Vinschgau. Grenzgebiet zu Graubünden und Ausdruck einer Gratwanderung zwischen Traum und Möglichkeit. Der Glaube an das unerschöpfliche Potential unserer Heimat und zeitgleich der Wunsch, etwas Einzigartiges zu schaffen.

Warum gerade Mölten?
Fest steht: Mölten bringt einen klaren Standortvorteil mit sich. ARUNDA profitiert als die höchstgelegene Sektkellerei Europas auf 1.200 m Höhe von den kühlen Temperaturen. Ideal für die langjährige, natürliche Reifung des Sekts! Außerdem wird die Gärung in der Flasche begünstigt, das heißt sie verläuft langsamer und führt zu einer komplexeren und feineren Perlage.
Obwohl Mölten als Weinbaugemeinde eingetragen ist, gab es hier historisch aufgrund der Höhe keine Weinbergsanlagen. So werden die Trauben für unsere Grundweine in Terlan, Girlan, Eppan und Salurn für uns produziert. Josef pflegte seit jeher einen engen Kontakt mit den Weinbauern, deren Arbeit sich in der Qualität der Trauben zeigt, und mit den Kellermeistern, deren Wissen die Güte des Grundweines bestimmt. Diese enge Zusammenarbeit besteht nun seit fast einem halben Jahrhundert. Und aus eben diesen Grundweinen erschaffen wir mit der nötigen Erfahrung, Intuition und spezifischem Fachwissen unsere einzigartigen Kreationen.

Wegweiser und Wegbereiter
Josef war zudem maßgeblich an der Erstellung von Richtlinien für die Sektproduktion in Südtirol und deren Verankerung im Südtiroler Weingesetz beteiligt. In den 90er Jahren gründete er mit anderen Produzenten die Südtiroler Sektvereinigung. Damals erlebte die Herstellung in Südtirol mit Betrieben wie Haderburg und Praeclarus eine kleine Renaissance. Ziel war es, auf die Produzenten aufmerksam zu machen. Des Weiteren wurde sich darauf geeinigt, für den Südtiroler Sekt nur auf die Rebsorten Chardonnay, Weiß- und Blauburgunder zu setzen.
Im Laufe der Zeit hat ARUNDA kontinuierlich expandiert und produziert heute etwa 120.000 Flaschen pro Jahr. Das Hauptziel: Sekte von höchster Qualität zu schaffen, die auch nach vielen Jahren in der Flasche ihre Frische und Eleganz bewahren.

Auf die Zukunft!
Seit 2023 wird die Kellerei von Wolfgang Tratter geleitet. Wolfgang ist in die Gesellschaft als Mehrheitseigentümer eingestiegen und kennt ARUNDA seit vielen Jahren. Sepp war für ihn immer wie ein Mentor und ermutigte Wolfgang schon früh zum Studium der Önologie. Nach anschließenden, mehrjährigen Erfahrungen in der internationalen Weinwelt, war er von 2006 bis 2022 Kellermeister in der Kellerei St. Pauls.
Mit ihm ist die Zukunft von ARUNDA gesichert und durch seine neuen Ideen wird sich der Betrieb kontinuierlich weiterentwickeln. In den kommenden Jahren wird die Produktpalette verfeinert und das Qualitätskonzept ausgebaut.

